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Orthopädische Privatpraxis
Dr. med. Eduard Chen
Berliner Platz 6
61476 Kronberg
Tel: 06173 – 60 11 70
Fax: 06173 – 60 11 79
In unserer Praxis bieten wir Patienten, bei denen die konventio-
nellen schulmedizinischen Behandlungen keinen Erfolg gezeigt
haben, die Körper-, Schädel- und Ohrakupunktur an.
Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) stützt sich auf eine
mehr als fünftausendjährige Heilkunst und ist eine wissenschaft-
liche Medizin.
Dieses wird begründet durch eine
- reichhaltige klinische Erfahrung (positive Empirie)
- bestehende Normkonventionen als Voraussetzung der
Reproduzierbarkeit
- rationale Vernetzung der Beobachtungsdaten
(Systematisierung).
Eine wichtige Säule ist hierbei - neben der medikamentösen
Kräuterbehandlung (Phytotherapie) und der gezielten TCM-
Massagebehandlung (Tuina) - die im Westen populär gewordene
Akupunktur.
So sorgte der Journalist James Reston, der 1972 US-Präsident
Nixon nach China begleitete, für Aufruhr, als er dort operiert
wurde und die notwendige Analgesie (=Schmerzbetäubung) allein
mit Akupunkturnadeln vorgenommen wurde. Als die Bilder von
diesem Ereignis um die Welt gingen, war es nicht nur für Ärzte,
sondern auch für andere Wissenschaftler eine Herausforderung,
sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Spätestens seit dieser
Zeit steht die Akupunkturtherapie bei den Schmerztherapeuten im
Brennpunkt des Interesses.
Therapie:
Die Akupunkturtherapie zielt auf die Beeinflussung des energe-
tischen Potentials des Menschen. Der Qi-Fluss im Inneren des
Körpers ist durch bestimmte Höhlungen, Vertiefungen und Ein-
gängen von der Haut her zugänglich. Auf topographisch definier-
ten Bahnen unter der Haut, im Gewebe, fließt in den Leitbahnen
(=Meridiane) dieser lebenserhaltende Energiestrom. Ziel der
Behandlung ist es, mit der Nadel über besonders geeignete Orte
auf der Haut, die über 361 Akupunkturpunkte dieses Wegesystems,
den Qi-Fluss zu erreichen und zu modulieren. Die therapeutische
Absicht knüpft an die diagnostische Aussage an: Beispielsweise
werden Blockaden des Qi-Flusses gelöst, der Qi-Fluss gekräftigt
oder krankhaftes Qi aus dem Körper eliminiert.
Der chinesische Begriff für Akupunktur zhenjiu ist annäherungs-
weise mit Akupunktur-Moxibustion-Therapie zu übersetzen.
Hierbei handelt es sich um die mechanische (acus pungere, lat.
Nadel stechen, chin. zhen) und/oder der Kombination mit einer
thermischen Einwirkung (moxa, abgeleitet von jap.: mogusa = chin.
jiu) auf bestimmte Punkte der Körperoberfläche. Diese mecha-
nische und thermische Einwirkung auf die Körperoberfläche wird
in der chinesischen Medizin auch als die äußere Therapie (wai zhi)
bezeichnet, im Gegensatz zur inneren Therapie (nei zhi), der
Anwendung von Arzneimitteln und Heilkräutern.
Bei der Akupunktur werden hauchdünne Edelstahlnadeln in die
Haut des Patienten gesetzt und verbleiben dort 20-30 Minuten.
Bevorzugt werden Einmalnadeln verwandt, um die Schärfe der
Nadeln zu garantieren und um die Übertragung von Krankheiten
wie Hepatitis etc. zu vermeiden. Die Punkte, die hierbei gewählt
werden, liegen auf bestimmten Energie-Kreisbahnen, den sog.
Meridianen. Durch das Setzen der Nadel werden die gestörten
Energieflüsse des Patienten wieder gerichtet. Weiterhin wird der
Körper angeregt vermehrt körpereigene, schmerzhemmende
Substanzen (Endorphine) zu bilden.
Insbesondere bei Schmerzsyndromen können die Nadeln an ein
Niedervolt-Stromstimulationsgerät angeschlossen werden, um die
schmerzstillende Wirkung zu verstärken. Hierbei verspürt der
Patient ein kribbelndes Gefühl im Einstichbereich der Nadeln. Des
weiteren kann es notwendig werden, Wärme lokal hinzuzuführen.
Traditionell geschieht diese Moxibustionsbehandlung mit einem
speziellen Moxagras, welches langsam verbrennt und eine gute
Tiefenwärmewirkung hat ohne starke schmerzhafte Hitze
auszustrahlen. Da es hierbei zu einer starken Rauch- und
Geruchsentwicklung kommt, wird auch in China oftmals eine
Infrarotbestrahlung während der Akupunktursitzung durch eine
Moxalampe durchgeführt.
Für einen normalen Akupunkturbehandlungszyklus werden meistens
10 Sitzungen à 30 Minuten angesetzt.
Hauptanwendungsgebiet des Akupunktur sind funktionelle
Beschwerden und chronische Krankheiten.
Funktionelle Beschwerden:
Zwei Drittel aller Bundesbürger fühlen sich nicht gesund. Sie
klagen über unklare Beschwerden wie Unwohlsein, Reizbarkeit,
Schlafstörungen, Erschöpfungszustände, Schwindel, Wetterfühlig-
keit, Kopfschmerzen usw. Allein das Symptom Rückenschmerzen
findet sich bei jeder siebten Krankschreibung durch den Arzt.
Aber nur in einem kleinen Teil dieser Patienten kann ein meßbarer
Befund erhoben, also im westlichen Sinne eine klare Diagnose
gestellt werden. Was geschieht mit den Patienten, die glaubwürdig
klagen, aber nicht „richtig“ krank sind und nur „Befindungsstörun-
gen“ zeigen ? Immerhin ist es über die Hälfte aller Bürger, die auf
solche Weise unverstanden und oft unbehandelt den Arzt wieder
verläßt.
Chronische Krankheiten:
Ein zweites Problem ist bedrückend: Über 10 % aller Mitbürger
sind chronisch krank. Sie haben zwar eine „anerkannte Krankheit“,
aber erfahren durch die westliche Medizin bestenfalls Linderung.
Typische Beispiele sind Rheumatiker, Asthmatiker, Diabetiker oder
die rapide ansteigende Zahl der Allergiker.
Hier können mit der Akupunktur unter anderem unten angeführte
Krankheitsbilder behandelt werden:
- Migräne, Schwindel;
- Spannungskopfschmerz, Nackenverspannung
- Chronisches Halswirbelsäulensyndrom
- Chronische Rückenschmerzen, Hexenschuß, Ischias-Schmerzen
- Chronischer Schulterschmerz
- Tennisarm und Golferellenbogen
- Kniebeschwerden, Schmerzen im Bereich der Füße
- Chronische Schmerzsyndrome der gesamten Wirbelsäule
- und viele andere chronische Schmerzsyndrome und Erkrankungen
(z.B. Heuschnupfen).